Burnoutstudie - worum geht es?

Worum geht es?

„Burnout“ – Dieser Begriff findet sich zurzeit fast täglich in den Medien wieder und beschreibt ein Phänomen, das in nahezu allen Arbeitsbereichen aber auch im Privatleben um sich greift wie kein anderes. Interessant ist, dass dieses Konstrukt nicht etwas vor 10 Jahren zum ersten Mal benannt wurde, sondern bereits in den frühen 70ern von verschiedenen Forschern untersucht wurde. Umso erstaunlicher scheint es, dass es bis heute keine eindeutige Definition dieser Erkrankung gibt und Burnout von den Krankenkassen noch nicht einmal als eigenständiges Krankheitsbild akzeptiert wird.

Burnout betrifft mittlerweile viele Menschen in Deutschland und wir erhoffen uns, durch diese Forschungsstudie wichtige Erkenntnisse über die zugrunde liegenden biologischen und genetischen Mechanismen sammeln zu können. Unterstützt werden wir dabei von der Daimler Benz Stiftung (daimler-benz-stiftung.de), die als Förderer unabhängige Forschung ermöglicht.

In unserem Projekt beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage, welche genetischen Eigenschaften erklären können, warum es Menschen gibt, die mit Belastungen im Alltag wie z. B. am Arbeitsplatz gut umgehen können, während andere Menschen bei genau gleichen Bedingungen sehr darunter leiden und möglicherweise krank werden. Dabei interessiert uns nicht nur die klassische Genetik, d. h. Unterschiede in den Informationen, die uns von unseren Eltern vererbt wurden, sondern wir möchten auch herausfinden, in welcher Weise Umweltfaktoren wie z. B. Stress auf die Aktivität der Gene wirken (Epigenetik). Aus Tierstudien ist bereits bekannt, dass durch belastende Erfahrungen wie z. B. Erleben sozialer Misserfolge Genorte im Körper an- oder ausgeschaltet werden können. Wir wollen den gleichen Prozess auch beim Menschen nachweisen, und seinen Einfluss auf unsere Gesundheit belegen: Da die Gene den Bauplan sämtlicher Botenstoffe und Zellen in unserem Körper enthalten, bestimmt deren Aktivität in erheblichem Ausmaß unser Denken, Fühlen und Wohlbefinden. Erkenntnisse in diesem Bereich können langfristig dabei helfen, Therapien zu verbessern und schädlichen Umwelteinflüssen vorzubeugen, damit es gar nicht erst zu einer Aktivitätsveränderung von Genen mit negativen Folgen kommt.

Um diese Erkenntnisse zu erlangen, erheben wir deutschlandweit in Kliniken Probanden, die an einem Burnout oder der sehr nah verwandten Depression erkrankt sind und vergleichen diese mit Kontrollpersonen aus den verschiedensten Branchen des Arbeitslebes in Deutschland, die nicht von Burnout betroffen sind.


Wie kann ich das Projekt unterstützen?

Um verlässliche Ergebnisse zu erzielen, benötigen wir bei diesem Projekt eine große Anzahl von Probanden. Daher freuen wir uns über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer, die bereit sind unsere Forschung zu unterstützen. Wenn auch Sie uns in unserer Burnout-Forschung unterstützen möchten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter "Teilnahme / Datenschutz".

 

Kontakt:
 

Projektleitung
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Martin Reuter

 

Projektmitarbeiter
Dr. phil. Dipl.-Psych. Martin Melchers
M. Sc. Thomas Plieger

 

 

Institut für Psychologie
Abteilung für Differentielle und Biologische Psychologie
Burnout-Studie
Kaiser-Karl-Ring 9
53111 Bonn
Tel. +49 228 73 4312
Fax. +49 228 73 62331
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