M.Sc. Psychologie

Der M.Sc. Psychologie ist ein allgemeiner, forschungsorientierter Masterstudiengang, der sehr viele Wahlmöglichkeiten und eine sehr individuelle Profilbildungsmöglichkeit in allen klassischen Methoden-, Grundlagen- und Anwendungsfächern bietet. Mehr zu den Wahlmöglichkeiten finden Sie unten.

Aktuelles: 
Ab dem Sommersemester 2026 wird das neue Modul "Verkehrspsychologie" im Wahlpflichtbereich I angeboten. Mehr Informationen zum Modul können im Modulhandbuch (s.u.) eingesehen werden.

FAQ zum M.Sc. Psychologie

Nein! Bei einem Studienbeginn nach dem 30.08.2020 qualifiziert dieser Master nicht mehr zur Berufsausübung der Psychologischen Psychotherapeutin oder des Psychologischen Psychotherapeuten. 

Seit Oktober 2024 wird der M.Sc. Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie aber auch in Bonn angeboten. Mehr Informationen zum M.Sc. KliPP finden Sie hier

Eine entsprechende Wahl der Fächer sowie einen universitären B.Sc. in Psychologie mit den zur Diplomäquivalenz geforderten Fächern jeweils vorausgesetzt, grundsätzlich ja. Viele unserer Studierenden haben diesen Weg in den letzten Jahren erfolgreich eingeschlagen. Ausführlichere Informationen finden Sie für NRW auf den Seiten des Landesprüfungsamtes. Jedoch muss hierfür nach dem alten System studiert worden sein (Studienbeginn vor dem 30.08.2020).

Nein! Die Unterrichtssprache der Masterstudiengänge in Psychologie ist deutsch.

Module und Wahlmöglichkeiten

Die Seminare der Allgemeinen Psychologie I beschäftigen sich mit Themen wie Wahrnehmung, Bewusstsein und kognitive Kontrolle sowie ihren neuronalen Grundlagen. Sie umfassen - zum Teil auch praktische - Einblicke in vielfältige Methoden wie Eyetracking, fMRT und Psychopharmakologie. Damit bieten sie eine hervorragende Grundlage für vielfältige Berufsfelder, sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch in Bereichen wie Neuropsychologie, Ergonomie, Research & Development, Scientific Affairs und Wissenschaftskommunikation.

Das Vertiefungsmodul Allgemeine Psychologie I behandelt die Methodik ereigniskorrelierter Hirnpotentiale (ERPs) und zentrale ERP-Befunde zu Affektverarbeitung und Kognition.

Im Aufbaumodul Allgemeine Psychologie I und II folgt ein Laborkurs zum Erwerb vertiefter Kenntnisse zu allen Etappen einer ERP-Studie.

Im Rahmen der Projektarbeit  in der Abteilung werden kognitive Prozesse des Lügens sowie die Psychometrie des Verschwörungsglaubens in EEG- und Online-Studien untersucht. 

Die Abteilung Differentielle und Biologische Psychologie bietet im M.Sc. Psychologie die Wahlpflichtmodule Differentielle Psychologie sowie Affective, Cognitive & Clinical Neuroscience an. Diese vermitteln fundierte Kenntnisse zu individuellen Unterschieden und ihren neurobiologischen Grundlagen und qualifizieren für evidenzbasiertes Arbeiten in Prävention, Diagnostik, Rehabilitation und Forschung. Berufliche Perspektiven bestehen neben der Forschung u. a. in neurologischen Kliniken, Rehabilitationskliniken und sportmedizinischen Einrichtungen.

Die Abteilung Differentielle und Biologische Psychologie bietet im M.Sc. Psychologie die Wahlpflichtmodule Differentielle Psychologie sowie Affective, Cognitive & Clinical Neuroscience an. Diese vermitteln fundierte Kenntnisse zu individuellen Unterschieden und ihren neurobiologischen Grundlagen und qualifizieren für evidenzbasiertes Arbeiten in Prävention, Diagnostik, Rehabilitation und Forschung. Berufliche Perspektiven bestehen neben der Forschung u. a. in neurologischen Kliniken, Rehabilitationskliniken und sportmedizinischen Einrichtungen.

Der Arbeitsbereich „Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie“ verbindet pädagogisch-psychologische Theorien mit moderner empirischer Bildungsforschung. Wir schauen dabei sowohl auf grundlegende psychologische Prozesse als auch auf konkrete Herausforderungen in Schule, Hochschule und weiteren Bildungskontexten. In unseren Veranstaltungen lernen Sie, wie man Lern- und Entwicklungsprozesse wissenschaftlich fundiert versteht, misst und gezielt verbessert.

Die Kompetenzen, die Sie dabei erwerben, sind in vielen Berufsfeldern gefragt – zum Beispiel in der pädagogisch-psychologischen Beratung und Diagnostik, der Schulpsychologie, im Instruktionsdesign und der Gestaltung (digitaler) Lernumgebungen, in der Bildungsadministration, in Forschung und Lehre und vieles mehr.

Thematisch beschäftigen wir uns unter anderem mit:

  • Motivation, Selbstregulation und Leistung über die Bildungslaufbahn hinweg
  • Lern- und Unterrichtsprozessen und der Frage, wie man sie wirksam gestaltet
  • pädagogisch-psychologischen Interventionen und evidenzbasierter Förderung
  • Instruktionsdesign sowie Lehr-Lern-Arrangements (analog und digital)
  • Entwicklung und Validierung psychologischer Messinstrumente in pädagogischen Anwendungsfeldern

Wir analysieren zum Beispiel Bedingungen erfolgreichen Lernens über unterschiedliche Lebensphasen hinweg und berücksichtigen dabei kognitive, motivationale und kontextuelle Einflussfaktoren. Darüber hinaus entwickeln und prüfen wir Messinstrumente und evaluieren Interventionen sowie Beratungs- bzw. Förderangebote. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Der Arbeitsbereich Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie lehrt und erforscht, welche Art von Arbeit Menschen zufrieden macht und langfristig gesund erhält. Dieses Wissen qualifiziert die Studierenden für Fach- und Führungstätigkeiten im Management, im Human Resources Bereich, im Bereich von Weiterbildung, Qualifizierung und Change-Management, in der Beratung, im Coaching, im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der Weiterentwicklung menschengerechter künstlicher Intelligenz.

Im Modul Rechtspsychologie werden einerseits aktuelle Themen der Kriminalpsychologie behandelt, wie z.B. aktuelle Studien zu Ursachen kriminellen Verhaltens, Folgen der Inhaftierung, oder zur Effektivität von Maßnahmen der Straftäterbehandlung.

Im zweiten Seminar, das als Blockveranstaltung durchgeführt wird, vermitteln Dozentinnen, die selber seit vielen Jahren als psychologische Sachverständige tätig sind, die Grundlagen der Glaubhaftigkeitsbegutachtung im Strafprozess oder der familienrechtspsychologischen Begutachtung zu Fragen wie Umgangs- und Sorgerecht bei hochstrittig getrennten Eltern oder zu Fällen von vermuteter Kindeswohlgefährdung.

Im Modul "Sozialpsychologie" werden zunächst ganz zentrale Theorien der Sozialpsychologie noch einmal vertiefend behandelt und auf ihre Anwendungsmöglichkeiten hin besprochen.

In einem weiteren Seminar werden aktuelle Kontroversen der Sozialpsychologie behandelt. In diesem Seminar steht die Diskussion und die eigene, wissenschaftlich begründete Meinungsbildung der Studierenden im Vordergrund.

Im Aufbaumodul Sozialpsychologie im Wahlpflichtbereich werden im Seminar "Kognition, Kommunikation und Interaktion" aktuelle, gesellschaftlich-relevanten Themen wie z.B. Populismus, Social Media oder Geschlechterrollen behandelt.

Im zweiten Seminar "Beziehungspsychologie" wählen die Studierenden selber aktuelle und sie interessierende Themen der Beziehungspsychologie wie z.B. non-monogame Paarbeziehungen, Patchworkfamilien, kulturvergleichende Beziehungspsychologie, etc. aus und besprechen diese im Seminar. 

Im neuen Wahlpflichtmodul V "Verkehrspsychologie" wird ein Überblick über dieses interessante Anwendungsgebiet geboten. In einer vertiefenden Übung wird den Studierenden die Gelegenheit gegeben, selber Erfahrungen mit der verkehrspsychologischen Diagnostik, der Planung von fahrradgerechten Verkehrswegen, oder der Beantragung eines verkehrspsychologischen Forschungsprojektes zu sammeln. Eingeladene Expert*innen informieren über Qualifikationsmöglichkeiten und Karrierechancen in diesem wichtigen, an Universitäten aber wenig vertretenen Anwendungsgebiet der Psychologie.

Die Abteilung EPP fokussiert sich im Master auf Entwicklungsförderung in pädagogisch-psychologischen Kontexten über die gesamte Lebensspanne. Schwerpunkte liegen auf Prävention und Intervention bei Bullying, der Förderung metakognitiver, mathematischer, sprachlicher und sozialer Kompetenzen sowie der psychischen Gesundheit im (Lehrer-) Beruf und im Alter. Dabei kooperieren wir eng mit regionalen Partnern in Bereichen wie Hochbegabtenförderung, Theaterpädagogik und inklusiver Pädagogik.

Die Klinische Psychologie vermittelt im Allgemeinen Psychologie-Master ein umfangreiches und breit angelegtes Wissen in den Bereichen Psychische Störungen, Therapie, Beratung und Intervention. Das Studium qualifiziert sowohl für Tätigkeiten in der Forschung als auch für viele Berufsfelder, für die eine Psychotherapieausbildung / Approbation nicht notwendig ist.  

Dazu gehören z.B.:

  • Psychosoziale Beratungsstellen
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Gemeindepsychiatrische Zentren / Verbund Gemeindepsychiatrie
  • Kontakt- und Beratungsstellen / Krisendienste / Krisenintervention
  • Tagesstätten / Tagesstrukturangebote
  • Betreutes Wohnen / besondere Wohnformen / aufsuchende Assistenzdienste
  • Wohngruppen (Jugendliche, Menschen mit psychischen Erkrankungen, körperlichen oder kognitiven Einschränkungen)
  • Jugendhilfeeinrichtungen (psychologischer Fachdienst)
  • Frühförderstellen / Interdisziplinäre Frühförderung
  • Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)
  • Autismus-spezifische Diagnostik- und Beratungsstellen / Autismusambulanzen
  • Schulpsychologie / schulpsychologische Beratungsstellen
  • Geriatrische Einrichtungen
  • Demenzdiagnostik und -beratung, Gedächtnissprechstunde
  • Suchtberatung / ambulante Suchthilfe
  • Opferhilfe / Gewalt- und Trauma-Beratungsstellen
  • Prävention und Gesundheitsförderung (Beratung, Trainings, Gruppen)
  • Justiz / Justizvollzug (Psychologischer Dienst)
  • Forensik (Diagnostik, Beratung, Intervention, Eingliederungshilfen)
  • Kliniken & Rehabilitationseinrichtungen (Diagnostik, Psychoedukation, Beratung, Gruppen, Case Management)
  • Gesundheitsförderung und -management in Betrieben und Krankenkassen

In der Psychologischen Diagnostik wird die Konstruktion und Anwendung von Tests und Fragebögen sowie die Begutachtung von Personen behandelt. In der Evaluation wird die Planung und Umsetzung von Evaluationsstudien eingeübt.

Tests, Fragebögen und Begutachtung sowie Evaluationsstudien sind in psychologischen Berufen (von der Schulpsychologie bis zur Personalauswahl und -beratung) höchst relevant.

Bewerbung auf einen Studienplatz im Masterstudiengang Psychologie

Zugangsvoraussetzungen

Prüfungsordnung (rechtsverbindliche Informationen)

Hochschulabschluss (in- oder ausländisch) in einem einschlägigen Fach

Deutschkenntnisse (Sprachniveau DSH 2, GeR C1 gem. DSH-Prüfungsordnung)

Englischkenntnisse (Sprachniveau GeR B2)

Spezifische Module: Statistik (12 ECTS) | Psychologische Diagnostik (12 ECTS) | forschungsorientiertes ODER empirisch-experimentelles Praktikum (6 ECTS) | Allgemeine Psychologie I und II, Entwicklungspsychologie, Differentielle Psychologie und Persönlichkeit (jeweils 7 ECTS) | Biologische Psychologie (4 ECTS) | Sozialpsychologie (8 ECTS) | Kognitiv-affektive und klinische Neurowissenschaften (4 ECTS) | Klinische Psychologie (8 ECTS) | insgesamt 13 ECTS in Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogische Psychologie, Rechtspsychologie

Bewerbung

Bewerbungszeitraum
 Anfang Juni - 15.07.

Die Bewerbung ist ausschließlich über das Onlineportal im oben genannten Zeitraum möglich.

Im Zuge des Bewerbungsprozesses wird jede eingehende Bewerbung individuell geprüft. Im Vorfeld ist keine Prüfung ihrer Bewerbungsunterlagen möglich. Bitte sehen sie von etwaigen Anfragen ab.


Weitere Informationen zu besonderen Bewerbungsanliegen finden Sie auf folgender Website: 

https://www.uni-bonn.de/de/studium/bewerbung-zulassung-und-einschreibung


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