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Säuglingsstudie: Die Entwicklung des binokularen Sehens im ersten Lebensjahr

 

Willkommen bei der Säuglingsstudie der Universität Bonn!

 

Ein Besuch im Babylabor  
Kurzprofil der DFG-Studie  


Teilnahme an unserer Studie

Derzeit finden am Bonner Institut für Psychologie keine Untersuchungen statt. Die Forschungsarbeiten werden an der Abteilung Allgemeine Psychologie des Instituts für Experimentelle Psychologie der Universität Düsseldorf fortgesetzt.

 

Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Michael Kavšek

 

Worum geht es?

Beim binokularen Sehen handelt es sich um die Fähigkeit, die beiden Wahrnehmungseindrücke, die wir mit unseren Augen aufnehmen, in einen räumlichen Eindruck umzuwandeln. Diesen Effekt kennt man aus dem 3D-Kino: eine zweidimensionale Leinwand verwandelt sich in einen dreidimensionalen Raum, in dem sich die Protagonisten scheinbar völlig von der Leinwand lösen, auf uns zu kommen, uns in ihre Mitte nehmen oder aber in der Tiefe des Raums verschwinden. Dieser räumlichen Wahrnehmung liegt das binokulare Sehen zugrunde.


Wie funktioniert die binokulare Wahrnehmung?

Die Umwelt nehmen wir bekanntermaßen mit beiden Augen wahr. Jedes unserer Augen „fotografiert“ die Umgebung zunächst als ein zweidimensionales Bild. Es entstehen also immer zwei zweidimensionale Bilder. Aufgrund der unterschiedlichen Position der Augen im Gesicht unterscheiden sich die beiden Bilder leicht voneinander. Sie können dies nachvollziehen, indem Sie einen Gegenstand in Ihrer Nähe zunächst mit dem einen, dann mit dem anderen Auge fixieren. Die Perspektive verändert sich, die Bilder sind unterschiedlich. Erst im Gehirn werden die beiden Bildinformationen zu einem Gesamtbild zusammen gesetzt und dadurch das binokular-räumliche Sehen ermöglicht.
 

Ziel unserer Forschung

Diese Fähigkeit zur binokularen (beidäugigen) Wahrnehmung vollzieht im Verlauf der ersten Lebensmonate entscheidende Entwicklungsfortschritte. Leider wissen wir nach dem heutigen Forschungsstand noch nicht, wie genau diese Entwicklungsfortschritte verlaufen. Unsere Studie soll einen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragestellung liefern.
In einer unserer Untersuchungen werden beispielsweise Säuglinge im Alter von 6 bis 18 Wochen beobachtet. Wir zeigen dem Baby mehrere Bilder, von denen einige einen räumlichen Eindruck erwecken. Wir halten fest, wie lange das Baby jedes der Bilder anschaut. Es gibt hierbei keine „falschen“ oder „richtigen“ Reaktionen. Es geht vielmehr darum festzustellen, ab wann und wie sich das beidäugige räumliche Sehen im ersten Lebensjahr entwickelt.
Die Beobachtung dauert nur wenige Minuten, das Kind sitzt während der gesamten Zeit auf dem Elternschoß.

    




 

 

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